Elektrotechnik im beruflichen Gymnasium

Das berufliche Gymnasium mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die über eine besondere Neigung zu naturwissen-schaftlichen und technischen Frage-stellungen verfügen und gleichzeitig die allgemeine Hochschulreife erwerben wollen.

Im Mittelpunkt des Unterrichts stehen die physikalischen und technischen Grundlagen, die Methoden und Verfahren der Elektrotechnik im Hinblick auf eine ingenieurwissenschaftliche Vorgehensweise.

Dazu kommen die vielfältigen praktischen Aspekte der Elektrotechnik:

  • Planung und Durchführung von Experimenten
  • messtechnische Untersuchung komplexer elektronischer Systeme.

Stundenplanbeispiel BG-Elektrotechnik

Die Besonderheit des Beruflichen Gymnasiums erkennt man am besten am Stundenplan:

  • keine Fächer Kunst, Musik oder Erdkunde
  • dafür eine deutlich erhöhte Stundenzahl im Schwerpunkt Elektrotechnik (10 Stunden!)
  • Die 2. Fremdsprache muss in der gesamten Oberstufe nicht mehr besucht werden, wenn vorher 4 Jahre eine 2 Fremdsprache erlernt wurde. Sie "darf" aber freiwillig besucht werden.

  

Elektrotechnik - Jahrgangsstufe 11

»Elektrisches Feld«, »Mag­ne­ti­sches Feld«, »Elek­tri­sche Strom­kreise«: mit diesen Themen werden im Fach »Technik­wis­senschaft« in der Jahr­gangs­stufe 11 die Grundlagen für die Anwen­dungsorientierung gelegt, er­gänzt durch mess­technische Labor­ver­suche im Fach »Tech­nologie«. Dort werden außerdem am Bei­spiel elektro­technischer Pro­bleme die Grundlagen der Programmiertechnik erarbeitet (JAVA).

Im Fach »Tech­nisches Zeichnen« erhalten die Schüler in Klasse 11 eine Einführung in das computer­unterstützte Ent­wer­fen.

Elektrotechnik - Jahrgangsstufe 12 und 13

In den Jahrgangsstufen 12 und 13 beschäftigen sich die Schüler mit der Untersuchung komplexer elektro-nischer Systeme:

  • Wechselstromtechnik und Wechselstromnetze (einschl. Komplexer Rechnung),
  • Analoge und Digitale Informations­verarbeitung
  • Verstärkertechnik und Über­tragungstechnik
  • Messtechnik
  • Operationsverstärkertechnik
  • Regelungstechnik


In allen Kursen steht das Wechselspiel von Wissenschaftspropädeutik und Handlungsorientierung im Vor­der­grund. Erkenntnisse werden erarbeitet und veranschaulicht durch kontinuierliche Laborversuche in kleinen Gruppen (2 Schüler je Arbeitsplatz).

Dazu kommt die Analyse theoretischer Zusam­menhänge. Sie erfordert eine intensive Aus­einandersetzung mit der mathematischen Beschreibung elektrotechnischer Phänomene.